Jul 192016
 

Die Gemeinde Hainfeld verfügt seit dem Jahr 1902 über eine Leitungswasserversorgung. Erste Quellen befanden sich in der Katastralgemeinde Gegend Egg. 1927 erfolgte eine Erweiterung dieser Anlage durch Erschließung von drei weiteren Quellen. Von der noch heute in Funktion stehenden Anlage mit einem Fassungsvermögen von 300 m³ wird in erster Linie der Ortsteil Gstettl versorgt. Die rege Bautätigkeit und das Bevölkerungswachstum verursachten am Ende der 1950er Jahre neuerlich eine akute Wasserknappheit. Aus diesem Grund begann man im Jahr 1960 mit der Fassung der Quelle Kirchtal.

Damit war die Errichtung eines 400 m³ großen Hochbehälters verbunden. Wenn die Schüttung der Quelle Kirchtal auch eher wenig ergiebig war, so hatte man doch nun gemeinsam mit dem Hochbehälter „Hinterleiten“ die Möglichkeit zur Bevorratung von insgesamt 700 m³ Wasser geschaffen. Zusätzlich erwarb die Stadt im Jahr 1961 ein Grundstück in der Gemeinde Ramsau, auf welchem eine ergiebige Brunnenanlage errichtet wurde. Weitere wichtige Maßnahmen zur Sicherung der Versorgung wurden 1978 gesetzt. So wurden beim Brunnen Ramsau massive Umbauten durchgeführt,eine Fangmauer in die Talsohle gestellt und zwei neue Brunnen gegraben.

Im Zuge dieser Arbeiten wurde 1979 auch ein Hochbehälter auf dem Vollberg mit einem Fassungsvermögen von 1.500 m³ errichtet. Seit der Inbetriebnahme dieses Hochbehälters wird Hainfeld nur noch über Hochbehälter versorgt und es herrscht seither im gesamten Wasserleitungsnetz konstanter Druck. Die bis dahin angewandte Chlorierung des Wassers wurde im Dezember 1981 eingestellt und im Pumpenhaus Ramsau eine UV-Entkeimungsanlage installiert. Im Jahr 1982 wurde im Rathaus eine zentrale Steuerungsanlage in Betrieb genommen, von welcher aus die gesamte Wasserversorgung beobachtet und gesteuert wird.

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Kulturmeile Hainfeld